... Thomas Hock
(* ~1948)

Thomas Hock - Hairhauptdarsteller - wurde von Abi Ofarim produziert.
Gemeinsam mit Susan Avilés und Peter Petrel gehörte er zur ersten "Prom-Generation".
Ab Mitte der 70er-Jahre führen seine Spuren nach Spanien.

Das schrieb die Plattenfirma über ihn:

    Ein Stern geht auf ...
    Nach intensivem Musikstudium in Paris und München schickt sich Thomas Hock an, die Hitparaden zu erobern -
    mit einer Stimme wie Stahl und Samt.
    Der 21jährige macht im Fernseh-Talentschuppen auf sich aufmerksam. "Halt meine Hand" ist seine erste Platte.

    CBS 5096, Halt' meine Hand / Ich will leben, 1970


   
Dies ist die zweite Single des aufstrebenden jungen Pop-Sängers aus der PROM-Mannschaft.
    Seine erste ("Halt meine Hand"), zahlreiche Auftritte im Fernsehen, sein Portrait in BRAVO (Nr. 8/70)
    haben die Gemeinde seiner Bewunderer schnell anwachsen lassen.
    "Heiß wie Feuer" wird ihm viele neue zuführen.

   
CBS 7043, Heiß wie Feuer (Sweet Poison) / EIn neuer Tag (Another Day), 1971


Das schrieb die Presse über Thomas:
   
    Das seltsame Hick-Hack um Heck und Hock (Hamburger Abendblatt, 21./22. November 1970, Emanuel Eckardt)
   
Thomas Hock (mit o) wird keine Chance bekommen, in einer der Sendungen des Zweiten Deutschen Fernsehens aufzutreten, so lange er sich nicht
    von einem schwerwiegenden Makel befreit: dem Namen Hock. Diese seltsame Forderung äußerte Dieter Thomas Heck (mit e).

    Hock und Heck sind nach Ansicht des lautstarken Hitparadenpferdes im ZDF-Stall zu ähnlich.
    "Was würden Sie sagen, wenn ich plötzlich eine Sängerin namens Petra Alexander herausbringen würde?", begründete Dieter Heckscher alias Dieter
    Thomas Heck seinen Entschluss, dem Münchner Nachwuchssänger Steine in den Weg nach Mainz zu legen.
    Der Saarbrücker Lokalmatador und Mainzer Moderator Heck hockt an der Quelle.
    Die Stimme, die ihm im freien Schnulzenwettstreit nie so recht zum Erfolg geholfen hatte, wiegt im ZDF und bei der "Europawelle Saar" um so
    schwerer, und wie es scheint, entscheidet sie und nicht die Stimmen des Publikums darüber, wer in der Hitparade auftaucht.
    Dies bestätigte auch ein Sprecher der Schallplattenfirma CBS, bei der Thomas Hock unter Vertrag ist: "Heck sagte uns unumwunden, dass Thomas Hock
    seinen Namen ändern müsse, wenn er in einer der Sendungen des ZDF auftreten wolle."

    Hock, der im Gegensatz zu Heck über eine in harter Fron ausgebildeten Stimme verfügt, er studierte Gesang am Konservatorium für Chanson in Paris,
    einem Institut der französischen Fernsehgesellschaft ORTF, will es nun, wenn es sein muss, ohne das Wohlwollen von Heck schaffen.
    Sein Manager Abi Ofarim paukt täglich sechs Stunden mit seinem Schützling Beatgesang und Bühnenerfahrung.
    Die ist bei Hock übrigens schon in erheblichem Maße vorhanden.

    Nachdem er in Paris das Gold in seiner Kehle hinreichend poliert hatte, ging er an die Falckenbergschule nach München, wo er zweieinhalb Jahre lang
    das Schauspielhandwerk erlernte. Es folgten verschiedene kleine Rollen, und schließlich spielte er - freilich nicht als Titelheld - in Maximilian Schells
    "Hamlet"-Inszenierung am Deutschen Theater in München.

    Bald darauf griffen ihn die Talentsucher des Musicals "Hair" auf. Als "Wuff" sang er zunächst den anstößigen Song "Sodomie", kletterte dann aber sehr
    schnell an die Spitze der "Hair"-Hierarchie. Rund dreihundertmal stand er in der Hauptrolle des Claude auf den Bühnen von Berlin und Düsseldorf.
    Er ist einer der wenigen, deren große Hoffnungen mit "Hair" den Sprung in die ebenso heißumkämpfte wie dichtbesiedelte Showbranche zu schaffen,
    erfüllt worden ist.
    Dass ihm nun von so unerwarteter Seite Knüppel zwischen die Beine geworfen werden, bedrückt Hock, der nicht mit dem branchenüblichen Ellenbogen
    ausgestattet ist, sehr. Auf seiner Tournee zu Sendern, die außerhalb des Machtbereichs von Dieter Heckscher liegen, kam er nach Hamburg.
    Bei einem Besuch in der Redaktion der BOX gestand er: "Ich habe Angst, diesem Menschen zu begegnen."


Ob die Angst begründet oder unbegründet war, konnte bis dato nicht geklärt werden. Interessanterweise trat Thomas 1971 aber mit "Ein neuer Tag" in Ilja Richter's "DISCO" und - man höre und staune - doch in der ZDF-Hitparade auf.


    * 1949 in Bretten/Baden, mit 13 Gitarre-Unterricht.
    Mit 17 Jahren beteiligte er sich an einem Nachwuchswettbewerb in Heidelberg und gewann den ersten Preis.
    Einjährige Ausbildung am Pariser "Petit Conservatoire de la Chanson".
    Sang in "Hair" den Claude, wurde von Abi Ofarim entdeckt und betreut.
    Auftritt im "Talentschuppen" des Südwestfunks, Schauspielunterricht in der Münchner Falckenberg-Schule.

   
Siegmund Helms (Hrsg.): Schlager in Deutschland, 1972, S. 192.

 

 

Weitere Schallplatten-Produktionen

1971 / CBS
7543
Du weißt es
Wenn

1972 / Boccacio RCA (Spanien)
B 32 512
El Tren de ninguna parte
[ES FÄHRT EIN ZUG NACH NIRGENDWO] - Christian Anders

Love
 
1973 / Explosion RCA (Spanien)
E 34 512
Oh Daddy, oh Mama
Por el Mar
 
1973 / Explosion RCA (Spanien) Ven al Hogar
Love
 
ca. 1973 / Explosion RCA
(Spanien)
Otra vez
Carnavales
 

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