

|
|
BASIC-INFOS
aus Wien |
| Allgemein |
Brigitte Wall, Mutter von drei kleinen Kindern, arbeitete als Dekorateurin und war vor allem für ihre Seidenblumenarrangements bekannt.
Bereits als Kind besuchte sie zunächst die
Kinderschauspielschule von Erika Dannbacher, wo
sie auch in Tanz und Step unterrichtet wurde. Später erhielt sie klassischen
Ballett- und Tanzunterricht bei Wilhelm Fränzl in der Ballettschule der Wiener
Staatsoper. Parallel dazu nahm sie Geigenunterricht am Konservatorium der Stadt
Wien. Sie absolvierte die Handelsschule und arbeitete zunächst für
Augarten-Porzellan.
In dem Kurzvideo, dass über ihre Show-Chance-Teilnahme von Támas Ujlaki
gedreht wurde, erzählt sie beispielsweise, dass sie häufig Frisiersalons todunglücklich
verlassen hat. Dann fand sie endlich ihren Frisör, der ihr eine Frisur nach ihren Vorstellungen kreierte. Vor allem
war es ihr wichtig, dass nicht Haar an Haar liegt sondern es immer etwas
"windig" aussieht.
Zudem ist sie begeisterte Tennisspielerin.
| Show-Chance |
Bereits 1970 nimmt Brigitte Wall am
Show-Chance-Bewerb teil, erreichte jedoch nicht das Finale.
Drei Jahre später - mit dem richtigen Titel im Gepäck - gelang ihr der
sensationelle zweite Platz.
"Ich möchte Lieder mit gutem deutschen Text singen.
Als Österreicherin fühle ich mich verpflichtet gute deutsche Titel zu
singen".
Brigitte Wall, 1973
Im Rahmen der "Show-Chance 1973"
sang Brigitte Wall folgenden Titel:
"Orange" (M: Arthur Lauber / T:
Margarita Frank) -
im Finale 2. Platz
" 'Orange' hat nicht den üblichen Text und ist etwas
verrückt. Viele Leute sagten mir, 'Was soll denn das heißen?',
andere
wiederum waren begeistert, und genau für die singe ich es"
Im "Orange"-Backgroundchor sind übrigens auch die ehemaligen
Show-Chance-Finalistinnen Aniko Benkö und Karin Stranig zu
hören.
Die dritte Dame - die auch beim Show-Chance-Finale auf der Bühne stand -
konnte noch nicht ausfindig gemacht werden. Erkennt sie jemand (rechts)?

![]() |
![]() |
||
![]() |
![]() |
||
![]() |
![]() |
||
![]() |
![]() |
||
![]() |
![]() |

| Weitere musikalische Erfolge |
Mit "Let's forget the World around"
belegte sie 1973 den dritten Platz beim "Coup d'Europe"
(ebenfalls für Österreich gingen Stefanie und Wilfried an den Start). Im
Anschluss daran wurde sie nach Deutschland eingeladen, wo mit Rolf Kühn und der NDR-Bigband vier Titel
produziert wurden.
Größere Sendetourneen schlug sie aus Rücksicht auf ihre Familie aus. Sie
wollte nicht hauptberuflich als Sängerin arbeiten.
Mit diesem Titel tritt sie auch am 3. April 1973 (rund ein halbes Jahr
vor dem zweiten Platz bei der Show-Chance) in Peter Rapp's Fernsehsendung
Spotlight auf.
![]() |
![]() |
![]() |
"Orange" bleibt bis heute ihr größter Erfolg und
hat auch ein großes Radio-Airplay. In den 70er Jahren entstanden
hauptsächlich Produktionen mit der ORF BigBand für den österreichischen
Rundfunk. In dieser Zeit macht sie sich auch als Texterin für sich und
andere Interpreten (z.B. Stefanie, Waterloo & Robinson, Aniko Benkö,
Elfi Graf und Georges Dimou) einen Namen.
1988 erhält "Orange" durch die Coverversion von Wilfried ein
Comeback.
Brigitte Wall hat sich schließlich aus der musikalischen Welt verabschiedet
und betrieb bis 2015 (35 Jahre lang!) ein eigenes Atelier für
Raumgestaltung, Dekoration und handgefertigte Seidenblumen im 17. Bezirk.
Auch der Tennissport ließ sie nicht los und brachte ihr u. a. auch den Titel
der Österreichischen Senioren-Staatsmeisterin ein.
- zurück zur Show-Chance 1973 -