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aus Wien

Peter Altrichter (1947) - Bassgitarre ab 1971
Peter "Piet" Kutzer-Salm
(* 1946) - Gesang, Klavier, Komponist, Texter
Dipl.-Ing. Horst "Flöti" Noibinger
(* 1944) - Gitarre, Klavier, Komponist, Texter
Karin Stranig
- Gesang ab September 1970
Sylvia Sylt
- Gesang bis 1970
Dr. Martin Wolfer
(* 1947, † 1999) - Gesang, Gitarre, Organist, Blockflöte, Komponist, Texter

1972, FotografIn unbekannt,
Bildüberbringer: Golem/Wolfer

 

 

 

Entstehung und erste Erfolge

 

Peter Kutzer gründete die Gruppe Ende der 60er-Jahre. Bereits 1970 nahmen "Die Golem" mit Sängerin Sylvia Sylt (und damaliger Freundin von Peter Kutzer) an der Vorausscheidung zur Show-Chance '70 teil, scheiterten jedoch bereits in der ersten Runde.
Sie bewarben sich mit einem Titel im Wiener Dialekt. Ihnen wurde jedoch von der Jury mitgeteilt, dass diese Art von Musik nicht gefragt sei.
Mmmmmh ... mit welchem Lied gewann Marianne Mendt noch gleich?? ...
In dieser Besetzung gewannen sie allerdings das KURIER-Nachwuchsstudio im Volksgarten.



Sylvia Sylt veröffentlichte übrigens bereits um 1965 eine Single bei dem kleinen Label San Remo:
   
SR 119    Las Vegas Twist / Sag, dass du mich nie vergisst

- besagte "Jazz- und Kommerz-Sängerin mit sechsjähriger Amerika- und zweijähriger Deutschland-Erfahrung" in einem Interview mit dem Stern 1970:
    "Hier müsste ich glattweg verhungern. In Amerika und Deutschland kann man von Engagements leben.
     Für einen Auftritt in der Dean-Martin-Show in Los Angeles bekam ich 500 Dollar. Österreich kann da nicht mithalten."

 

Golem beim Vorsingen mit Sylvia Sylt 1970
FotografIn unbekannt, Fotoüberbringer: Golem/Wolfer
  Golem Autogrammkarte
FotografIn unbekannt, Fotoüberbringer: Golem/Wolfer


Trotzdem durften sie mit "The Time" am 20. September 1970 in Peter Rapp's legendärem Spotlight auftreten - die erste Sendung übrigens, die in Farbe ausgestrahlt wurde!

FotografIn: unbekannt, Bildüberbringer: Golem/Wolfer FotografIn: unbekannt, Bildüberbringer: Golem/Wolfer FotografIn: unbekannt, Bildüberbringer: Golem/Wolfer


1971 versuchten sie es erneut. Ihr Repertoire bestand nur aus eigenen Titeln.
Golem spielen keine Lieder zum Mittanzen, sie machen Musik zum Zuhören. Man sollte sich auch mit der Botschaft auseinandersetzen.
Innerhalb der Vorausscheidung bekamen sie von der Jury eine Pflichtaufgabe. Aus 8 vorgegebenen Takten mussten sie ein Lied kreieren.

Im Rahmen der "Show-Chance 1971" sangen die Golem folgende Titel:

   "Your Time is over" (Eigenkomposition) - Finale, 1. Platz  - Gruppen

Jury Fehring Klein-schuster Martini Heller Philipp Ober-huber gesamt
Wertung Musik 6 6 7 7 5 5 24
Wertung Show 6 6 6 6 5 4 23
gesamt             47


("Golem" nach dem Sieg - FotografIn unbekannt, Bildüberbringer: Golem/Wolfer)


1973
folgt die EP "Rote Sonne Golgotha" unter der musikalischen Leitung von Gerhard Bronner.

Auf der Rückseite der Schallplatte steht:
    "Die vier Songs dieser Platte wurden zu Bildern geschrieben: Peter Kutzer, der Leiter und geistige Motor der Gruppe GOLEM aus Wien, die bereits
    international besonders auf dem Bereich des religiösen Chansons bekannt ist, hat die Texte und einen Großteil der Melodien im Blick auf die Bilder
    Roland Litzenburgers (Anmk. 1917-1987) geschrieben. So entstand eine "Bildbetrachtung", die das Leben, die Not und die Hoffnung des Alltags in die
    musikalische Sprache einbezieht."

Bei der Produktion der Langspielplatte kam es zu Unstimmigkeiten innerhalb der Gruppe, weshalb die gesamte Produktion von Gerhard Bronner vernichtet wurde. Welch ein Verlust!!
Lediglich der Titel "Jonah saß im Wal" erschien als Single mit Gerhard Bronner als Solist. Dort sind auch Golem als Chor zu hören (wenn auch nicht angegeben). Mit diesem Titel traten sie auch im ORF "Showfenster" auf. 1974 stieg Dr. Martin Wolfer aus der Gruppe aus. Danach trennte sich die Gruppe.

1975 gründeten Peter Kutzer gemeinsam mit Karin Stranig, Evamaria Kaiser und Ernst Kugler die KAIKUKAS - eine bekannte Clowngruppe.

 
FotografIn: unbekannt, Bildüberbringer: Golem/Wolfer  
 
FotografIn: unbekannt, Bildüberbringer: Golem/Wolfer  

 

 

 

 
Artikel, ca. 1971
Bobby Bummler
Artikel, 1972
Wir stellen vor: Ohne Pop-Bla-Bla, Golem
 Stern, 1972
Besserung nach Noten 
 
Das kleine Blatt, 9. März 1971
Der vierte "Golem" ist ein Mädchen
Badner Nachrichten, August 1971
Folkniks aus Wien: Die "Golem"
 
 Neue Illu, ca. 1972
Das vierblättrige Kleeblatt
 
Stern, 1973
Personalien
Bezirkszeitung, 1976
Unser Doktor - ein "Golem" 
Artikel, September 1971
Die "Golems" in Krems

 

Die Stammmitglieder (1970):

 

Peter Kutzer - Pressechef vom Weinberger Verlag
Horst Noibinger - Maschinenbau-Student
Martin Wolfer - cand.med.



Discographie:

1970-74

unveröffentlicht
Die Hymne von den abgeschnittenen Truthahnhälsen

Die Last
(M & T: Martin Wolfer)

Die Zeit (1970)
[THE TIME]

(M: Peter Kutzer-Salm / dt. T: Georg Danzer)

Glöckner von Notre Dame

Micky Maus

The Time (1970)
(M & T: Peter Kutzer-Salm)
1972 / WM
5029
Your Time is over
(M & T: Peter Kutzer-Salm)

The Pun
(M & T: Peter Kutzer-Salm)

---

"Your Time is over" wurde von der holländischen Gruppe "The Relations" gecovert

1974 / CALIG
EP / 17 008

produziert von Gerhard Bronner
Brudermord
(M & T: Peter Kutzer-Salm)

Contergan, Hunger und andere Kreuze
(M: Franz Neumann / T: Peter Kutzer-Salm)

Lebensbaum
(M & T: Peter Kutzer-Salm)

Rote Sonne Golgotha
(M & T: Peter Kutzer-Salm)
Golem - Rote Sonne Golgotha













1974
geplante Langspielplatte

produziert von Gerhard Bronner
Jonah saß im Wal
(M & T: Gerhard Bronner)

und weitere

bis auf diesen Titel (bei dem Gerhard Bronner als Solist mitwirkte) wurden alle weiteren Titel von G. Bronner gelöscht, nachdem es zu Unstimmigkeiten innerhalb der Gruppe kam
GERHARD BRONNER

1975 / Prom
6.11669

mit Golem als Chor
Jonah saß im Wal
(M & T: Gerhard Bronner)

Zwanzig Jahre sind zuviel
(M: Gerhard Bronner / T: Wolfgang Hofer)
 


Peter Kutzer-Salm als Komponist
Peter Kutzer-Salm, damals Pressechef vom Weinberger Verlag, schrieb übrigens auch den Titel "Beautiful Austria". Diese als Österreich-Hymne konzipierte Single wurde an alle diplomatischen Auslandsvertreter Österreichs versandt. Der Erfolg blieb jedoch unter allen Erwartungen. Den Text schrieb Peter Orthofer. Im Österreichischen Rundfunk wurde die Single nicht oder kaum gespielt. Die von Gerhard Bronner produzierte und von Barbara Madison 1972 besungene Single wurde leider kein Erfolg.

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