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1951 als Anna Maria Benkö in Budapest/Ungarn geboren

1956 zieht die Familie nach Österreich

Sekretärin aus Neunkirchen/Niederösterreich

arbeitete ab 1973 hauptberuflich als Sängerin

   
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Anikó (ein typischer ungarischer Kosenamen für Anna Maria)  - später vor allem Aniko Benkö - wurde in Österreich zu einer bekannten Sängerin.

Im Alter von fünf Jahren flüchtete Aniko mit ihren Eltern und dem älteren Bruder während der Revolution nach Österreich.
Ihre ersten musikalischen Anfänge machte sie in der Tanzband ihres Bruders Stefan (der später bekannte "Tommy Benkö").
1966 hatte sie ihren ersten großen Auftritt im Rahmen einer Jugendveranstaltung.
Zwei Jahre später bewarb sie sich beim ORF und wurde von Evamaria Kaiser zum Vorsingen ins ORF-Nachwuchsstudio eingeladen.
1969 begann sie ein Gesangsstudium bei Prof. Liesl von Uchatius (wo auch Liane Pech und Gerda Berndorff Unterricht nahmen).

  Show-Chance  

Im Rahmen der "Show-Chance" 1971 sang Aniko Benkö folgende Titel:

   "Das Glück mit dir" (M: Ernst Kugler / T: Marika Lichter) - Finale, 3. Platz - Solisten
   "Jeder Morgen"
   "Schau ihn einmal noch an"
(M & T: Chris Eklund)


"Das Glück mit dir"
im Finale:

Jury Fehring Klein-schuster Martini Heller Philipp Ober-huber gesamt
Wertung Musik 4 6 7 4 6 5 21
Wertung Show 5 5 6 4 6 4 20
gesamt             41

Der Titel, der von Ernst Kugler komponiert und Marika Lichter getextet wurde, erschien im März 1971 als Single.
Die B-Seite ist die deutsche Version von Chris Eklund's "Take a good Look at him" mit Text von Georg Danzer.

Mit Konkurrentin Heidi verband sie eine jahrelange enge Freundschaft.

Kurze Zeit später erfolgte die Teilnahme am Coupe d'Europe Musicale in Belgrad für Österreich (gemeinsam mit Waterloo & Robinson sowie Elfi Graf) sowie ein Auftritt beim Südwestfunk Baden-Baden. Nach Belgrad vertritt sie Österreich auch bei Festivals in Athen und Ostende (Belgien)

   

 

 

 
Auftritt in Niederösterreich (Juni 1971)
mit Peter Cornelius und Terry Black
Probe und Auftritt beim Zwischenfinale (Juni 1971)  
 
... mit Peter Kutzer-Salm (von "Golem") ... und Freundin Heidi sowie Marlene und Waterloo & Robinson  
 
Waterloo, Marlene (Team Deutschland), Aniko und Robinson
als Vertreter Österreichs beim Musikestival in Ostende/Belgien
... mit Evamaria Kaiser  
 
... mit Ernst Kugler  
 
 

 

  musikalische Erfolge  

Neben zahlreichen eigenen Veröffentlichungen war Aniko Benkö auch viel für Studioprojekte, Background-Gesang und Auftragsarbeiten tätig. So hört man sie auch im Background von Brigitte Wall's "Orange" (1973).

1972
Als Lola & Jerry erscheint gemeinsam mit Gerhard Heinz eine Single bei Columbia. Diese beinhaltet den Titel "Love, L'Amour, Amore" - die Filmmusik aus dem Film "Die Auto-Nummer - Sex auf Rädern" (1971).
Zudem fuhr sie im März nach Görlitz (Deutschland) und wirkte dort als "Wiener Star" in der TV-Sendung "Ein Punkt für jeden" (Ausstrahlung: 1. April 1972) mit. Ebenfalls im März hatte sie einen Auftritt in der deutschen Fernsehserie "Star aus Studio IV" (Musik aus Studio B?) in Berlin. .

Beim ersten Schlagerfestival im ägyptischen Alexandria erreichte sie Ende August für Österreich unter 28 Teilnehmern den siebenten Platz. Die Teilnehmer wurden sehr umsorgt und in einem wunderschönen Hotel untergebracht. Ihr gefiel es dort so gut, dass sie gleich ein paar Tage dran hängte. Sie erholte sich so sehr, dass sie komplett darauf vergaß irgendjemandem Bescheid zu sagen, dass sie länger bleiben wird.
So gerieten ihre Eltern in Österreich in Panik und auch ihre Plattenfirma machte sich große Sorgen. Es wurde sogar die Interpol eingeschaltet um nach Aniko zu suchen.
Als sie wenige Tage später am Flughafen eintraf, war die Begeisterung ihres Produzenten nicht wirklich groß, denn Aniko hat ja von der ganzen Aufregung nichts mitbekommen. (S.iehe Artikel vom 6. September 1972).

Im Oktober wird ihre zweite Single "Gute Reise" aufgenommen. Ende des Jahres hat sie einen Fernsehauftritt bei einer Silvestershow in Ostberlin.

1973
am 16. November vertritt sie Österreich mit dem Titel "Dankeschön" beim 4. World Popular Song Festival in Japan, erreicht jedoch nicht das Finale.
Insgesamt nahmen 31 Länder teil. Aus 850 eingereichten Titeln wurden 43 ausgewählt und die besten 15 Titel erreichten das Finale.

1974
Aniko schließt einen Exklusivvertrag mit Polydor ab und nimmt gemeinsam mit der ORF Big Band ihre erste LP "Anikó singt Melodien aus Gigi, Papillon u.A.)
Mit "Sag zum Leben ja" (als Single ausgekoppelt) tritt sie am 15. April in der Sendung Spotlight auf.
 

   


In der spanischen Serie "¡Señoras y señores!" hat sie gemeinsam mit Gerda Berndorff sowie Waterloo & Robinson einen Auftritt in Madrid im Rahmen einer Galashow anlässlich des Farbfernsehens in Spanien (ausgestrahlt am 4. Januar 1975).
Zudem springt sie 1975r für die kurzfristig erkrankte Marianne Becker in der Hauptrolle des gleichnamigen Musicals "Gigi" im Theater an der Wien ein.

1976
erscheint das 2. Album "Ein Lied für dich" und die zwei Single-Auskoppelungen "Dämmerzeit" und "Ich fühl mich frei".
Zudem spielt sie ab 19. November im Theater an der Wien im Musical "Eviva Amico" (gemeinsam mit Lieselotte Pulver und Erwin Steinhauer).
Es folgen Engagements in Musicals wie "Billy", "Das Glas Wasser oder Barock and Roll" (Uraufführung: 20. Februar 1977), "Mayflower" (Premiere: 2. Dezember 1977) und "Chicago" (Premiere: 21. Februar 1979) im Theater an der Wien.

Nach einer längeren Pause veröffentlichte sie 1981 unter dem Pseudonym ANIE die englische Version von "Amourex Solitaire", die in der Ö3-Hitparade bis auf Platz 9 kam.

 

 

  Presse  

 

 
NÖ-Artikel, Mai 1971
Aniko auf der Welle von Ö3
NÖ-Artikel, Juni 1971
Aniko Benkö bei der "Show-Chance"
NÖ-Artikel, September 1971
Aniko Benkö hätte Sieg verdient
   
dingi, Oktober 1971
Aniko über den Coupe d'Europe in Belgrad
Kurier, 24. November 1971
Für unsere Sänger eine Pflichtübung
Dingi, 30. April 1972
Prominente schrieben für euch
     
Oberösterreichische Nachrichten, 6. September 1972
Aniko - verlorenes Schaf
Bezirksbote, 1972
Aniko macht ihren Weg
Artikel, September 1973
Dieter Dorner - Eine Chance für die Show 
   
Kronen Zeitung, 22. September 1973
Weil sie für ein Butterbrot singen sollte 
Kurier, Dezember 1973
Aniko heißt die Lösung 
Kurier, 1974
Großes Geriss um die Rolle der süßen Gigi 
     
Podium, 1974
Aniko Benkö - Portrait einer jungen Sängerin 
Volksblatt, 1974
Heißt der Geheimtipp Aniko? 
Kurier, 14. Dezember 1974
Aniko
 
     
Artikel, 1975
Senoras y Senores 
Hör zu, 1975
Aniko kam, sang und siegte 
Kronen Zeitung, 1975
Austro-Pop-Show - Keine Gage für die Künstler 
     
Kurier, 11. Februar 1975
Aniko - Ein Film mit Delon 
Kleine Zeitung, 4. November 1975
Lächerlicher Austro-Pop 
Arbeiterzeitung, 15. Dezember 1975
Umbesetze "Gigi" an der Wien 
     
Wir, 1976
Vom Frosch der ins Wasser sprang 
hör zu, 21. Juli 1979
Wie aus Aniko Benkö Zdenka Seidlova werden sollte 
 

 

... mit Ernst Kugler beim Song Festival in Athen 1972 ... mit Ernst Kugler beim World Popular Song Festival in Tokyo 1973 Spotlight 1974
Autogrammstunde 1974 Feier im Hause-Polydor anlässlich Anikos erster Langspielplatte (1974) ... in der ORF-Sendung "Showdown"
  als Gigi (1978) und mit Gesangspartner als "P.A. Box" (ca. 1984) Mit den "KaiKuKas" (1985)
mit Peter Kutzer-Salm, Evamaria Kaiser, Ernst Kugler und Horst Nöibinger
  LP-Veröffentlichung "Heute" (1987)  
     

 

 

  weitere musikalische Erfolge  

Mitte bis Ende der 80er-Jahre
1985 sie vorübergehend Mitglied von "KaiKuKas". Zwei Jahre später erscheint ihre LP "Heute".

Früher wurde ihr vorgeworfen, dass ihr die eigene Linie fehlt. Doch sie störte es nicht, dass sie vielseitig eingesetzt wurde.
Der damalige Produktionsleiter des ORF Hans Simon sagte ihr einmal: "Ach Aniko, wo soll ich dich einsetzen? Du machst ja schon alles!"

Doch um wirklich riesige Erfolge feiern zu können fehlten ihr die "Ellenbogen" - sie liebte die Bühne und das Singen, doch das Show-Business war nie ihre Welt. Nach dem Tod ihres Mannes zog sie sich 1991 teilweise von der Bühne zurück.

Rückblickend bietet Aniko Benkö eine enorme musikalische Vielfalt, von Musical über Schlager bis zu englischen Pop-Songs hat sie alles gemacht.
Einige Titel würde sie heute wohl nicht mehr machen, doch damals war man als Sänger froh, wenn man singen durfte. Und vielleicht hätte ein "Nein" zu einer Schallplattenproduktion das Karriere-Aus bedeutet. Trotzdem ist sie stolz auf ihre musikalische Laufbahn - und das mit Recht!

 

Bis heute ist Aniko Benkö musikalisch aktiv geblieben und veröffentlicht hier und da neue Titel. Sie lebt in Wien und Ungarn.



Quellen:
Billboard-Magazine 22. Januar 1977
www.ags-records.com (neue Lieder)
www.evolver.at (Aufnahmen mit Gerhard Heinz)
vgl. Wittmann, Wolfgang: Österreichisches Hit-Lexikon 1956-1983/84, Verlag Graz, 1984, S. 29
vgl. Zink, Wolfgang: Austro-Rock-Lexikon. 20 Jahre Austro-Rock von A-Z, Neufeld, 1989, S. 13

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